LITERARY SPRING – gelesen, gehört, gesehen!

Ich melde mich aus meiner kleinen Sommerpause zurück, die ich dazu genutzt habe, mir Gedanken über diesen Blog und meinen Content zu machen. Die erste Veränderung gibt es auch schon direkt mit diesem Post: Ich fasse meine Lesemonate ab jetzt in vierteljährlichen Posts zusammen.

Das liegt hauptsächlich daran, dass ich selbst das Gefühl hatte, der Blog besteht überwiegend aus Lesemonaten. Natürlich wird es hier auch zwischen den Updates um Bücher gehen, aber eben auch vermehrt um anderes. Aber das wird sich ja dann alles zeigen.

Jetzt aber erstmal zu allem, was ich in den letzten drei Monaten gelesen, gehört und gesehen habe.

G E L E S E N

Heute ist Montag von Sytske van Koeveringe

Ein moderner Roman über eine junge Frau, die nicht so recht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll und sich deshalb mit Schmerztabletten, Alkohol und Süßigkeiten von einem Tag in den anderen kämpft.

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten, was vermutlich auch der einzige Grund war, dass ich es beendet habe. So spannend der Klappentext auch klingt, ich habe nichts davon zwischen den Seiten gefunden. Für mich leider ein absoluter Flop.

1/5 Sterne

(Triggerwarnung: Sucht, Gewalt, Selbstverletzung, Alkohol- und Tablettenmissbrauch, Suizidgedanken)

Reasons To Stay Alive von Matt Haig

Matt Haig erzählt von seinen eigenen Erfahrungen mit Depression und Angst, teilt seine Gedanken und wie er nach und nach gelernt hat, mit allem umzugehen.

Ein unglaublich wertvolles Buch für die, die verstehen wollen und die, die sich verstanden fühlen wollen.

5/5 Sterne

(Triggerwarnung: Depression, Angststörung, Suizidgedanken)

Die Outsider von Susan E. Hinton

Ein kurzer Roman über das Leben einiger Teenager in einer amerikanischen Stadt, in der zwei verfeindete Banden auf der Straße für Unruhe sorgen.

Knapp gehalten, unterhaltend und lebhaft geschrieben. Allerdings nicht besonders zeitgemäß, daher nur eine kleine Empfehlung.

4/5 Sterne

(Triggerwarnung: Gewalt, N-Wort)

The Ocean at the End of the Lane von Neil Gaiman

Ein Junge und ein Mädchen bekämpfen gemeinsam etwas Böses, das sich in ihre Welt geschlichen hat. Dabei kommt ihnen der kleine Ozean am Ende der Straße zur Hilfe.

So bunt und trotz der kindlichen Perspektive unglaublich tiefgründig. Manches bleibt unerklärt, was vielleicht gerade gut so ist.

4/5 Sterne

When All Is Said von Anne Griffin

Ein letzter Abend in der Bar, gefüllt mit fünf Toasts an fünf bedeutende Personen – Der alte Maurice blickt auf sein Leben zurück und lässt den/die Leser*in an dessen Höhen und Tiefen teilhaben.

Ich mochte den Protagonist nicht, hab ich über lange Strecken gelangweilt und hatte das Gefühl, die Sentimentalität wird geradezu erzwungen. Auf Goodreads ist dieses Buch sehr beliebt, ich kann mich da leider nicht anschließen.

2/5 Sterne

(Triggerwarnung: Gewalt an Kindern, Fehlgeburt, Trauer, Suizid)

Unsere Seelen bei Nacht von Kent Haruf

Zwei Senioren, die ihre Einsamkeit durch Übernachtungsdates und lange Gespräche bekämpfen und dabei auf wenig Anerkennung für ihr Verhalten stoßen.

Liebe im Alter wird nur selten in den Büchern die ich lese thematisiert. Hat mir aber recht gut gefallen und viel zum Nachdenken angeregt. Die Geschichte an sich ist unspektakulär, die Erzählweise eher monoton.

3/5 Sterne

Glück ist, wenn man trotzdem liebt von Petra Hülsmann

Hamburg – Ein Blumenladen, ein schickes Restaurant und zwei Menschen, die sich erstmal so überhaupt nicht leiden können. Und dann nimmt alles seinen Lauf…

Die Geschichte hat einfach richtig gut getan. Sie war unproblematisch, unterhaltsam und rundum nachvollziehbar. Einzig die Protagonistin ist mir ein wenig zu sehr zwischen Sturheit und Naivität hin und her geschwankt.

4/5 Sterne

G E H Ö R T

New Beginnings & New Dreams von Lily Lucas

Zwei wirklich schöne, mitreißende Liebesgeschichten vor der Kulisse der Rocky Mountains. New Beginnings hat mir ein wenig besser gefallen, aber an sich waren beide Teile wirklich toll und erfrischend, im ganzen New Adult Drama Kuddelmuddel, dass unter den (deutschsprachigen) Autor*innen so herrscht.

In dem Fall würde ich der Reihe (Band 3 fehlt mir noch) bisher 4/5 Sterne geben.

Sinking Ships von Tami Fischer

Carla muss so einiges in ihrem Leben bewältigen und will dabei auf gar keinen Fall Schwäche zeigen. Doch als Mitchell nach und nach hinter ihre Fassade blicken kann, stellt sie fest, dass es gar nicht so schlimm ist, Hilfe anzunehmen.

Einerseits mochte ich die Entwicklung von Carla sehr gerne. Die Story war auch rundum besser ausgearbeitet als Burning Bridges, allerdings war das mit der Wasserphobie fachlich gesehen ziemlich unrealistisch. Yay für gute Freunde, die Geduld haben und hilfsbereit sind – aber auch yay für den Mut, sich professionelle Hilfe zu suchen bei schwerwiegenden Angststörungen (was hier leider nicht der Fall war).

3.5/5 Sterne

Baby Got Business von Ann-Kathrin Schmitz (Podcast)

Anni setzt sich vielseitig mit Themen auseinander, die sich rund um die Bereiche Selbstständigkeit, Social Media, Marketing und Management drehen. Ihre Experteninterviews sind gut durchdacht und bisher konnte ich aus jeder Folge etwas für mich mitnehmen.

G E S E H E N

Curon (Serie)

Eine italienische Mystery Serie über die Geheimnisse eines alten Kirchturms aus einer versunkenen Stadt bei Curon. Ein hoher Spannungsbogen, gute Plottwists und interessante Charaktere. Ich glaube die Serie ist recht unbekannt, deshalb für alle, die düstere Mystery Geschichten mögen eine große Empfehlung!

Valeria (Serie)

In dieser spanischen Serie geht es um Valeria und ihre drei besten Freundinnen, die gemeinsam über ihr Liebes- und Sexleben sprechen und jede für sich unterschiedliche Erfahrungen macht. Affären, Polyamorie, Flirting, gleichgeschlechtliche Liebe, guter und schlechter Sex – es wird kaum etwas ausgelassen und alles ist realistisch und stilvoll umgesetzt. Ich mochte die Stimmung der Serie sehr gerne und hoffe, es wird eine zweite Staffel geben.

Normal People (Serie)

Einen ausführlichen Beitrag zum Buch findet ihr bereits hier auf meinem Blog. Inhaltlich hat sich die Serie gut an das Buch gehalten, die Stimmung wurde toll umgesetzt und die Besetzung ist ganz fantastisch ausgewählt worden. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht weiß, ob mir die Serie gefallen hätte, wenn ich das Buch nicht kennen würde. Also am besten erst lesen, dann gucken (wie immer halt).

Um die Welt mit Zac Efron (Dokuserie)

Zac Efron und Daren Olien bereisen gemeinsam verschiedene Orte auf der Welt, an denen sie etwas über Ernährung, Nachhaltigkeit und unterschiedliche Lebensweisen lernen. Sehr viel tiefgründiger als erwartet, erforscht dieses Format, wie es um unsere Welt steht, welche Auswirkungen unser westliches Verhalten auf andere Orte der Welt hat und was sich in der Zukunft unbedingt ändern muss. Es ist etwas esoterisch angehaucht, aber sehr informativ und mitreißend.

Hollywood (Serie)

Eine Gruppe junger Menschen, die ihr Glück in Hollywood versuchen. Darunter der Schwarze Drehbuchautor Archie Coleman, dessen mutiges Drehbuch über eine Schwarze Schauspielerin, die vor lauter Verzweiflung vom Hollywood Schriftzug springt, tatsächlich veröffentlich wird. Und das das in den 40er Jahren eine Sensation ist, kann man sich ja vorstellen.

Zugegeben, weiß ich nicht ganz, wie ich die Serie inhaltlich einordnen soll. Es war bunt, schrill und lebhaft – wie man es von den Machern von Glee auch erwarten würde – aber vermutlich auch ziemlich unrealistisch und illusioniert.

Was waren eure Highlights aus den vergangenen drei Monaten? Und worauf freut ihr euch schon in den kommenden?


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s